Der Korpus der Voliere steht und wir können nun das Dach montieren. Wenn ihr die bisherigen Berichte noch nicht gelesen habt, haben wir euch hier nochmal die Links zu den ersten fünf Teilen angefügt.

Tag 20

Da wir kein großes Materiallager vorweisen können, mussten wir auch für das Dach nochmal zum Baumarkt. Für das Dach sind wir wieder zu dem Baumarkt, bei dem wir auch unser Holz gekauft hatten.

Für die Bedachung haben wir uns Wellplatten mit 2000x900x1,4mm und einem Rundprofil 76/18 mm ausgesucht. Damit im Sommer nicht alle Sonnenstrahlen in die Voliere kommen und im Winter dennoch genug Licht rein kommt, haben wir uns für eine Mischung aus drei Platten in Schwarz/Anthrazit und zwei in klarer Ausführung entschieden. Netterweise hing genau von diesem Hersteller am Regal eine Broschüre mit den verschiedenen Bedachungen und wie man diese zu montieren hat. Somit haben wir direkt vor Ort mit der Broschüre die benötigten Zusatzmaterialien und Zubehör in den Einkaufswagen gelegt. Darunter waren Silberklebeband, ein Plastikschälbohrer, Unterlegemontageteile und die nötigen Kalotten zum Festschrauben der Platten. An der Kasse bin ich dann fast umgefallen, da für das Material für das Dach gefühlt der gleiche Betrag, wie für den Rest der Voliere fällig war.

Teil 4 haben wir mit einem kleinen Erfolgserlebnis abgeschlossen, nachdem die Materialbeschaffung nicht funktioniert hatte. Wenn ihr das nochmal nachlesen wollt, haben wir euch hier nochmal die Links zu den ersten vier Teilen angefügt.

Tag 15

Also heute dann der zweite Versuch Material im Baumarkt kaufen zu gehen. Von Weitem sah das Regal mehr als gefüllt aus, allerdings zeigte sich bei näherer Betrachtung ein weniger gutes Bild. 2m lange Glattkantbretter waren immer noch nicht geliefert worden, aber 3m lange Glattkantbretter waren mehr als genügend vorhanden.

An Tag 9 sind wir so weit gekommen, dass die Rückwand und das Mittelgebälk fertig gestellt waren. Wenn ihr das nochmal nachlesen wollt, haben wir euch hier nochmal die Links zu den ersten drei Teilen angefügt.

Tag 10

Heute wollen wir das Mittelgebälk mit der stehenden Rückwand verheiraten. Dazu wurden an der Türzarge die bereits zugesägten Latten am vorderen Eckbalken oben und unten angeschraubt. Danach dann das Mittelgebälk mit jeweils einem Eckwinkel an die Latten.

Falls ihr zum ersten Mal in unserem Tagebuch des Volierenbaus gelandet seid, haben wir hier noch die Links zu den ersten beiden Teilen für euch.

Tag 5

Heute ging es an den ersten und hoffentlich letzten Prototypen für ein Wandelement der Voliere. Die dem Haus zugewandte Seite der Voliere ist durch eine fest verbaute Markise auf eine Höhe von 1,90m limitiert. Da auf die Elemente auch noch ein Dach drauf kommen sollte, habe ich die Höhe auf 1,82m fest gesetzt. Die Höhe wurde geschätzt mit der Dicke der geplanten Wellplattenbedachung und der Dachlattung, die dafür noch angebracht wurde.

Der Volierendraht wurde mit 1m Breite gekauft. Zur Sicherheit habe ich den Volierendraht noch einmal nachgemessen und das war dann auch gut, denn er war tatsächlich unglaubliche 1005mm breit. Um keine überstehenden Volierendrahtteile zu haben, sind die Elemente von 1m auf eine Breite von 1010mm verbreitert worden.

Tag 0

Wie schon in "Tagebuch des Volierenbaus für unsere Hasen - Teil 1" angekündigt, war die Materialbeschaffung nicht die einfachste Aufgabe. Um Zeit zu sparen und zur Zeit der Pandemie nicht unnötig viele Baumärkte abklappern zu müssen, wollten wir gezielt möglichst nur einen Baumarkt aufsuchen, der alles hat. Deswegen bereiteten wir uns durch Internetrecherche vor, welcher Baumarkt bei uns in der Gegend, was auf Lager hat. Laut der Webseite von Baumarkt A war Hobelware aus Douglasie in den gewünschten Maßen vorhanden sowie der gewünschte Volierendraht (wichtig: unbeschichtet, doppelverzinkt). Dort angekommen wurden wir nach draußen zu der Gartenabteilung geschickt. Die Regale waren nicht beschriftet, das Material war nicht vorrätig und was da war, sah aus, als ob es schon seit mindestens 5 Jahren dort lag (verwittert, verbogen, gerissen, etc.). Das Gleiche galt auch für den Volierendraht.

Seit bereits 9 Jahren sind wir begeisterte und aufopferungsvolle Kaninchenhalter. In dieser Zeit sind unsere Kaninchen bereits 3 Mal mit uns umgezogen. Was wir ihnen allerdings nie bieten konnten, war ein Außengehege.

Sie hatten bei uns ein großzügiges zweistöckiges Gehege von ca. 6 qm Grundfläche, was unabhängig von unserer Wohnung stets in unserem Wohnzimmer stand. Somit waren die Kleinen, wenn wir Zuhause waren, voll in unserem Alltag integriert.

In unserer jetzigen Wohnung spielten wir bereits mehrfach spielerisch mit dem Gedanken auf dem recht großzügigen Balkon ein Gehege zu bauen, aber so richtig ernst wurde es bisher nicht. Zu wenig Zeit hätte man dann noch mit den Kaninchen in der begrenzten Zeit zuhause, wenn sie dann noch auf dem Balkon geparkt würden.

Dann kam Corona und damit der dauerhafte Umzug ins Homeoffice. Aus diversen Gründen nahm der Plan mit der Voliere auf dem Balkon plötzlich mehr und mehr Gestalt an. Und dann stand der Plan, die Sitzecke muss weichen, der Gartenanteil auf eine Seite begrenzt werden und mindestens die Hälfte unseres Balkons würde das neue Zuhause für unsere Flauschis werden.